CMRT – Conflict Minerals Reporting Template einfach erklärt

Autor Christian Ehrmann · Stand 28.08.2026 · https://www.catenis.de/lexikon/cmrt

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Was es ist

Das Conflict Minerals Reporting Template ist der übliche Bericht zu 3TG-Herkunft und Schmelzen; Catenis fragt CMRT und Sorgfalt im Konfliktmineralien-Fragebogen ab. Das Template ersetzt weder die eigene Prüfung noch das Gespräch mit dem Kunden.

Das CMRT ist ein Tabellenbericht der Responsible Minerals Initiative. Es fragt, ob 3TG nötig für die Funktion sind, welche Schmelzen und Raffinerien in der Kette liegen und wie die eigene Sorgfalt aussieht. Kunden in Elektronik und Automobil erwarten genau dieses Format, weil sie die Dateien zusammenführen.

Es ist eine Branchenvorlage, kein Formular der Verordnung (EU) 2017/821. Die Verordnung verlangt Sorgfalt, nicht zwingend diese Datei. Wer nur das Template hochlädt und die eigenen Teile nicht kennt, hat berichtet, nicht geprüft.

Catenis fragt im Konfliktmineralien-Fragebogen den CMRT-Upload, die Versionsangabe und die Identifikation der Schmelzen ab. Akzeptiert werden übliche Tabellen- und PDF-Formate. Die Plattform erzeugt kein CMRT und pflegt keine Smelter-Datenbank.

Im Einkauf landet das Template oft als Pflichtanhang zur Bemusterung. Qualität prüft, ob die genannten Teile zum Lieferumfang passen. Compliance prüft, ob die Sorgfaltsfragen im Blatt nicht leer sind. Ohne diese drei Blicke bleibt der Upload eine Datei, die niemand gelesen hat.

Geltungsbereich

Das Template betrifft Unternehmen, deren Produkte 3TG enthalten oder enthalten können. Wer im Bogen „keine Konfliktmineralien“ erklärt, lädt in Catenis typischerweise kein CMRT, sondern die Bestätigung. Beides muss zur Stückliste passen.

Versionen ändern sich. Kunden nennen oft eine Mindestversion. Eine alte Datei mit voller Smelter-Liste kann inhaltlich besser sein als eine neue mit leeren Blättern – der Kunde will trotzdem häufig die aktuelle Vorlage. Das ist Vertragspraxis, nicht Gesetzesrang.

Neben dem CMRT existiert das EMRT für weitere Mineralien. Catenis bündelt die Abfrage im Konfliktmineralien-Fragebogen; das CMRT bleibt der 3TG-Bericht. Kobalt oder Glimmer sind ein anderes Template, wenn der Kunde sie verlangt.

Rechtlich bleibt die Verordnung bei bestimmten Importeuren. Das CMRT ist das Werkzeug, mit dem die Kette die Herkunft erzählt. Catenis speichert die Erzählung, sie bewertet sie nicht.

Declaration Scope und Produktliste im Template müssen zum Vertrag passen. Ein CMRT „Company Level“ ohne Abgrenzung der gelieferten Familien ist für manchen Kunden zu grob, ein Produkt-CMRT ohne die eigenen Unterbaugruppen zu eng. Was gilt, steht in der Kundenanforderung, nicht im Lexikon. Die Akte sollte den gewählten Scope festhalten.

Was zu tun ist

Zuerst klären, ob 3TG im Lieferumfang steckt. Nur dann das aktuelle CMRT von der RMI-Seite holen, ausfüllen, in Catenis hochladen und die Version eintragen. Ein leeres Template mit Firmenlogo ist kein Nachweis.

Schmelzen so weit benennen, wie die eigenen Vorlieferanten sie hergeben. „Confidential“ in jeder Zeile ist für den Kunden meist unbrauchbar. Lücken markieren und nachfassen, statt sie zu überschreiben.

Die Datei gegen den eigenen Bogen halten: Metalle, die im CMRT „ja“ sind, müssen im Fragebogen dieselbe Antwort haben. Widerspruch ohne Kommentar fällt im Kundenreview zuerst auf.

Datum und Gültigkeit setzen. Ein CMRT ohne Bezugsjahr oder mit einer Declaration, die älter ist als der letzte Lieferantenwechsel, gehört auf Wiedervorlage. Catenis zeigt die Datei und die Frist; das Erneuern bleibt Einkaufssache.

Mit dem Kunden sprechen, wenn die Smelter-Liste unvollständig ist. Das Template ersetzt dieses Gespräch nicht. Eine ehrliche Lücke mit Plan trägt oft weiter als eine geschönte Vollständigkeit.

Vorlieferanten, die selbst nur ein CMRT weiterreichen, müssen namentlich bleiben. Sonst endet die Kette an einem Distributor ohne Hütte. Nachfassen heißt: welche Schmelze, welche Revision, welches Datum – nicht „siehe Anhang des Anhängen“.

Typischer Fehler

Das CMRT des Vorlieferanten unverändert weiterreichen, obwohl das eigene Produkt andere Teile hat. Der Bericht muss den eigenen Scope beschreiben. Copy-paste aus der Kette ist die häufigste unbrauchbare Datei.

Eine PDF-Abbildung ohne die Arbeitsblätter, die der Kunde konsolidieren will. Manche Abnehmer akzeptieren PDF, viele wollen die Tabelle. Vorher klären, nicht nach der Frist.

Die Versionsfrage in Catenis leer lassen. Dann weiß niemand, ob die Datei zur Kundenanforderung passt. Die Version ist Teil des Nachweises, kein Admin-Feld.

Ein CMRT ohne Declaration-Datum oder mit einer Unterschrift, die älter ist als der letzte Vorlieferantenwechsel. Herkunft ist zeitgebunden. Catenis zeigt das Uploaddatum; das Declaration-Datum steht in der Datei und muss dazu passen.

EMRT und CMRT in einer Datei ohne Kennzeichnung ablegen. Der Kunde sucht 3TG im CMRT. Kobalt oder Glimmer gehören in das andere Template, wenn sie verlangt sind.

Grenze

Das Lexikon erklärt das Template. Es sagt nicht, welche Version ein bestimmter Kunde verlangt oder wie eine Schmelze zu bewerten ist. RMI-Listen und RMAP-Status liegen außerhalb der Plattform.

Catenis nimmt die Datei entgegen und knüpft sie an den Fragebogen. Ausfüllen, Prüfen der Hütten und das Gespräch über Lücken bleiben beim Unternehmen. Ein Upload ist kein Freigabestempel. RMI-Listen und RMAP-Status werden nicht in der Plattform gepflegt. Die aktuelle Vorlage holt der Ausfüller von der RMI-Seite.

Häufige Fragen

Was ist CMRT?

Das Conflict Minerals Reporting Template ist der übliche Bericht zu 3TG-Herkunft und Schmelzen; Catenis fragt CMRT und Sorgfalt im Konfliktmineralien-Fragebogen ab. Das Template ersetzt weder die eigene Prüfung noch das Gespräch mit dem Kunden.

Ersetzt das Lexikon eine Rechtsberatung?

Nein. Die Texte ordnen Themen ein. Rechtliche Bewertung, Register und Behördenprozesse bleiben beim Unternehmen bzw. seinen Beratern.